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Cottbus: Vorzeigeflüchtling aus Syrien sticht Friseurchefin mit Messer mehrfach in den Hals

Mohammed H. galt bisher als Vorzeige-Syrer. Die Einstellung des 39 Jahre alten Mannes im Salon von Ilona F. im August wurde vom Arbeitsamt mit einer Kampagne begleitet. „Richtig gutes Personal im Friseurhandwerk zu finden, ist heute sehr schwer“, sagte damals Ilona F. „Warum sollte ich ihm nicht eine Chance geben?“ Laut damaliger Selbstauskunft stammt Mohammed H. aus einer alteingesessenen Familie von Barbieren aus Damaskus. Eine Frau mit zwei Kindern wollte er bald nachholen.
„Er hilft sogar beim Aufräumen“
Die Erfolgsgeschichte von Mohammed H. im Laden von Ilona F. sei keineswegs selbstverständlich, lobte Jobcenter-Geschäftsführerin Eike Belle gegenüber dem Blatt. „Bei ihm ist es auch eine gute Konstellation und alle Beteiligten ziehen mit.“ Andere Einwanderer aus Syrien seien sehr viel schwerer zu vermitteln. Von rund 411 Flüchtlingen, die ihr Jobcenter betreue, hätten kaum mehr als fünf Prozent Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Warum Mohammed H. seiner Chefin mit dem Messer an die Kehle ging, ist bisher unklar. „Es paßt auch menschlich. Mohammad ist zwar ein stolzer Mensch, aber sehr zuvorkommend und umsichtig“, zeigte sich Ilona F. damals begeistert. „Er hilft sogar beim Aufräumen.“ Öffentlichkeitswirksam ließ sich sein Arbeitsvermittler von ihm die Haare schneiden. Die 64 Jahre alte Friseurin befindet sich derzeit in stationärer Behandlung. Erst im Juli hatte sie den Salon in Herzberg eröffnet.


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